


hier & möglicherweise
Hörbildfolge zum Spannungsverhältnis zwischen Drinnen und Draußen.
Wie ist das uns umgebende Leben akustisch beschaffen? In welchen Klangräumen leben wir, welche Qualtitäten haben sie und vor allem: wann nehmen wir sie wahr und wie nehmen wir sie wahr? Diesen Fragen geht hier & möglicherweise nach.
Schon der Untertitel macht das zentrale Element deutlich, an dem entlang sich das Stück sowohl thematisch wie auch formal entwickelt: Kontraste. Mit zunehmender Dauer entwickelt hier & möglicherweise eine ganze Kette von eng miteinander verbundenen Gegensatzpaaren. So zum Beispiel
Drinnen – Draußen
räumlich begrenzt – frei
naturfern – naturnah
Technik – Natur
Ihnen wird in der Form des Stückes mit verschiedenen akustischen Kontrasten entsprochen:
mono – stereo
Verdichtung – Verlangsamung
scharfe, kantige Schnitte - fließende akustische Formen
In der Spannung zwischen einem Chor junger Menschen und einer alten, in sich ruhenden Frauenstimme versucht das Stück eine Art von Suche zu beschreiben: den Versuch einer individuellen Positionsbestimmung zwischen dem Dargestellten „hier“ und dem Wunsch nach einem „möglicherweise“.
